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Marienplatz 5/I 8020 Graz Tel. 0316/710660 DW 16 Fax DW 13 |
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Der Verein Sale bietet in Kooperation mit DANAIDA seit elf Jahren im Rahmen des Projekts „Spielerisch Deutsch lernen“ Kurse für mehrsprachige Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Diese Kurse bilden einen Rahmen, in dem die Schlüsselkompetenz Sprache gefördert wird. Selbstverständlich ist der Bereich Sprache mit vielen anderen Lebens- und Erfahrungsbereichen vernetzt und die sprachliche Bildung kann nur anhand einer ganzheitlichen Elementarpädagogik stattfinden, die alle Bereiche anspricht und die auf die Individualität der Kinder Rücksicht nimmt. So können die Kinder sinnvoll auf die Schule vorbereitet werden. Neben den Kursen bei DANAIDA besuchen Mitarbeiterinnen des Projekts regelmäßig Kindergärten und arbeiten vor Ort mit den Kindern. Dieser Teil des Projekts wird für 2011 von Seiten der Stadt Graz finanziert (Ressort: Kinder, Jugend, Familie und Sport). Zurzeit werden 11 Kindergärten von den Mitarbeiterinnen betreut. Aus Kapazitätsgründen konnten wir bis jetzt der sehr oft gestellten und umfangreichen Frage der Eltern nicht zufriedenstellend nachgehen: Wie kann ich die Sprachkompetenz meines Kindes fördern? Dabei sollten wir die Sprachkompetenz nicht mit der Deutschkompetenz verwechseln. Für deutschsprachige Kinder ist die Sprachkompetenz tatsächlich die Deutschkompetenz, für mehrsprachige Kinder umfasst der Begriff alle Sprachen, die sie benützen und lernen. Auf die Frage, warum deutschsprachige Kinder zu den Kindern mit „Förderbedarf“ gehören, antwortet die Erziehungswissenschaftlerin Simone Breit in einem Interview mit dem Standard: "Pädagoginnen [...] berichten, dass es schon zu einer gewissen Sprachverarmung kommt, dass also Kinder nur in Halbsätzen oder in Wortbrocken sprechen. Dass diese Kultur des Sprechens zum Teil verloren geht." [1]
Projektziele Um einerseits Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und andererseits Kindern beim Schuleintritt noch bessere Startbedingungen zu geben, wollen wir das Projekt „Spielerisch Deutsch lernen“ erweitern. Das Projekt beginnt mit Oktober 2011. Es handelt es sich um Mitwirkung direkt in Kindergärten in Form von Elterntreffen. a) Gemeinsam mit den Eltern werden Lösungen gegen Sprachverarmung erarbeitet – ohne Unterschied der Muttersprache. Es geht um die Frage „Wie kann ich meinem Kind helfen, auch wenn mein Bildungsniveau niedrig ist, auch wenn meine Sprachkenntnisse gering sind?“ b) Anhand der positiven Ergebnisse des deutschen Projekts „Rucksack“ - eines Förderprogrammes für die frühkindliche Bildung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte – wird die Elternkompetenz gestärkt. „Was ein Kind in den ersten Jahren seines Lebens erlebt, ist entscheidend für seine Zukunft, doch die optimalen Lernphasen enden sehr früh: Diese kurze Zeit sollte optimal genutzt werden – am besten in der Familie und in der Kindertageseinrichtung. […] Rucksack ist „ein Bildungs- und Lernprogramm mit einem umfangreichen Angebot an Spiel- und Übungsmaterialien. Ziel von Rucksack ist das Erweitern der Erzieherkompetenz der Eltern und die systematische Sprachförderung von Kindern im Alter von 4 bis 6 Jahren auf der Grundlage eines ganzheitlich-mehrdimensionales Konzepts.“ [2] „Mütter, Erzieher und Erzieherinnen werden PartnerInnen für die Sprachförderung der Kinder. Rucksack zielt auf die Förderung der Muttersprachenkompetenz, auf die Förderung des Deutschen und auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Dabei werden die Mütter als Expertinnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen, nicht orientiert an ihren Defiziten, sondern an ihren Stärken.“ 2
Projektumsetzung Die Elterntreffen finden in einem Kindergarten statt. Am Vormittag und am späteren Nachmittag. Die Einheiten werden von einer Mitarbeiterin des Projekts „Spielerisch Deutsch lernen“ durchgeführt. Durch Anleitung und mit Hilfe von Arbeitsmaterialien werden die Eltern auf die Förderung der Sprachkompetenz Ihres Kindes / Ihrer Kinder vorbereitet. Für Familien mit einer anderen Muttersprache als Deutsch ermöglicht der Einsatz von Dolmetscherinnen eine erfolgreiche Kommunikation. „Mütter werden so in ihrer Sozialisationskompetenz gestärkt. Sie treffen sich einmal in der Woche für zwei Stunden und machen gemeinsam Aktivitäten, die sie in der Woche mit ihren Kindern zu Hause durchführen sollen. Während dieser Treffen lernen sie den Wert von Literatur, Bilderbüchern, Liedern, den Wert des Spielens und Malens sowie der Verbindung von Sprache und Handeln für die Entwicklung ihres Kindes in der alltäglichen Beschäftigung kennen.“ […] Mit der kontinuierlichen Vermittlung des Programms […] wächst auch ihre muttersprachliche Kompetenz – ein Zuwachs, der sich unmittelbar für die Sprachentwicklung ihrer Kinder auswirkt.“ 2 Um die Nachhaltigkeit dieser Arbeit zu sichern, ist aus den Einheiten ein niederschwelliger Leitfaden für die Eltern entstanden: Wie kann die Sprachkompetenz der Kinder gefördert werden? Tipps für den Alltag werden angeboten. Der Flyer wurde ins Arabische, Albanische und Türkische übersetzt.
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Team |
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Projektleiterin |
Corinne Roué
„Die Kommunikationsbarrieren aufheben, damit Menschen sich näher kommen. Mit aufrichtiger Akzeptanz!“ |
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| Projektmitarbeiterinnen | ||
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Ramona Lenke Szabò
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Christine Stolz
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| Nazreen Mikol | ||
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Dieses Sale - Projekt wurde unterstützt von der Steiermärkischen Integrationsplattform ![]()
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